www.deutsche-kriegsschiffe.de   Letzte Änderung: 13.12.2002

Flottenbegleiter / Geleitboote 

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F 1 F 2 F 3 F 4 F 5 F 6 F 7 F 8 F 9 F 10

 

Flottenbegleiter F 1 später Jagd

Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 02.08.34
Stapellauf: 01.03.35
Indienststellung: 15.12.35

Kommandanten:
12.35 - 09.37 KLt. Siegfried Flister
09.37 - 10.38 KLt. Hagen Küster
10.38 - 04.39 KLt. Reichard
04.39 - 05.41 (Umbau)
05.41 - 04.42 ?
04.42 - 01.44 OLt.z.S. Benecke
01.44 - 05.45 Offiziere des F.d.Z.-Stabes

F 1 gehörte zunächst zur 1.Geleitflottille (Kiel), dann zur 2.Geleitflottille (Kiel, später Cuxhaven). Am 29.10.38 erfolgte schließlich die Zusammenlegung der beiden Flottillen in Cuxhaven.

04.04.39 - 22.05.41 Umbau bei der Schichau-Werft in Königsberg zum Flottentender
Erhöhung der Tonnage -> 1.065 ts, 80,2 m Länge, 26 kn

23.05.41 zunächst als Torpedofangboot zur 25.U-Boot-Flottille

12.41 - 04.42 in Kiel erneuter Umbau zum Flottentender: das achtere 10,5 cm-Geschütz wird durch eine 2 cm-Vierlingsflak ersetzt

19.04.42 Umbenennung in Jagd und Einsatz als Tender des Führers der Zerstörer, Kpt.z.S. Erich Bey
05.42 - 09.42 Einsatz in Norwegen
09.42 - 02.43 Einsatz in der Ostsee und Nordsee
26.02.43 Bombentreffer eines Blindgängers in Wilhelmshaven und bis 8.6.43 Werftliegezeit
06.43 - 05.45 Einsatz in der Ostsee, zum Schluß überwiegend in Kopenhagen
11.44 Umrüstung der Flakbewaffnung: 3 x 3,7 cm / 8 x 2,0 cm / 2 x 1,5 cm-MG

1945 US-Beute
bis 1947 Einsatz im Deutschen Minenräumdienst (GM/SA) bei der 5.Minenräumdivision
1947 an Frankreich ausgeliefert und dort abgewrackt

Das Schiff soll zwischenzeitlich auch den Namen Libelle geführt haben. Hierfür liegen jedoch keine gesicherten Unterlagen vor.

Flottenbegleiter F 2

Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 15.05.34
Kiellegung: 07.08.34
Stapellauf: 02.04.35
Indienststellung: 27.02.36

Kommandanten:
02.36 - ? KLt. Bernhard Busse

F 2 gehörte zunächst zur 1.Geleitflottille (Kiel), dann Zusammenlegung mit der 2.Geleitflottille in Cuxhaven

12.04.39 - 10.04.40 Umbau bei der Deutschen Werft in Hamburg zum Torpedofangboot

Verwendung bei der 23. und 25.U-Boot-Flottille

Ab Juni 1944 bei der 5.Sicherungsdivision als Geleitboot, Einsatz in der Ostsee bei der 5.Geleit-Flottille

20.12.45 brit. Beute, nach Scapa Flow überführt
30.1.46 an der Ankerboje bei Sturm gekentert

Flottenbegleiter F 3 Königin Luise später Hai
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 22.08.34
Stapellauf: 01.06.35
Indienststellung: 07.03.36

Kommandanten:
03.36 - 09.37 KLt. Rudolf Lell
10.37 - 10.38 KLt. Lanz
10.38 - 03.40 (Umbau)
04.40 - 03.41 OLt.z.S. Hermann Bock
03.41 - 10.44 KKpt.d.R. Unger
10.44 - 05.45 OLt.z.S. Eggert
 

07.03.36 - 27.10.38  in der 2.Geleitflottille (Kiel)
08.03.37  neue Bezeichnung als Geleitboot
29.08.38 Befehl zur Umbenennung in F 3 Königin Luise

28.10.38 - 31.03.40  Umbau zum Flottentender bei der Schichau-Werft in Königsberg
15.04.39 Beschluß zur Umbenennung in Hai

01.04.40 in Wilhelmshaven Indienststellung als Hai
27.04.40 Führerboot des F.d.M.Ost, KAdm.Hans Stohwasser (Ostsee)
10.08.40 Führerboot des F.d.M.Nord, KAdm.Hans Stohwasser, später KAdm. Kurt Böhmer (Deutsche Bucht)
02.41 Minenoperation vor Stavanger
21.05.41 Verlegung in die östliche Ostsee nach Libau (F.d.M.Ost)
09./10.41 Teilnahme an der Besetzung der Baltischen Inseln
29.10.41 nach Riga und Mitte Dezember zurück nach Kiel

Werftüberholung

Einsätze im Finnischen Meerbusen, dabei u.a. 24.06.42 Angriff von sowjetischen Bombern
20.12.42 - 15.03.43 erneute Werftüberholung in Kiel

16.03.43 erneut Operationsgebiet im Finnischen Meerbusen
01.44 - 03.44 Werftüberholung in Kiel, anschließend wieder in den Finnischen Meerbusen

17.06.44 Hai wird Führerboot der 9.Sicherungsdivision (KAdm. Kurt Böhmer)
14.09.44 Hai verläßt nach der finnischen Kapitulation als letztes deutsches Schiff Helsinki
19.09.44 das Schiff wird dem Kommandierenden Admiral östliche Ostsee, VAdm. Theodor Burchardi, zur Verfügung gestellt
Ende 44 Zuteilung zur 14.Sicherungsflottille in Libau. Einsatz im Geleitdienst, insbes. zur Heeresgruppe Kurland.
03.05.1945 in der Kieler Bucht nach Treffern britischer Typhoon-Kampfflugzeuge gesunken
1948 gehoben und verschrottet

Flottenbegleiter F 4

Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 22.08.34
Stapellauf: 02.07.35
Indienststellung: 05.04.36

Kommandanten:
04.36 - ? KLt. Werner Musenberg

F 4 gehörte zur 2.Geleitflottille (Kiel, später Cuxhaven)

15.06.39 - 14.07.40 Umbau bei Stettiner Oderwerke zum Torpedofangboot
Verwendung bei der U-Boot-Ausbildung

Ab 1944 in der Ostsee Geleit- und Sicherungsdienst.

16.01.46 Großbritannien als Beute zugesprochen, in Lyness/Schottland aufgelegt und am 12.1.49 von British Iron & Steel Co. zum Abbruch übernommen

Flottenbegleiter F 5

Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 06.09.34
Stapellauf: 14.08.35
Indienststellung: 01.05.36

Kommandanten:
05.36 - ? KLt. Hans John

F 5 gehörte zur 1.Geleitflottille (Kiel), die mit der 2.Geleitflottille in Cuxhaven zusammengelegt wurde.

Ab 1.8.40 Einsatz als Versuchsboot beim Sperrwaffen-Versuchskommando

1944 Einsatz als Geleitboot in der Ostsee. Hierfür Einbau einer verstärkten Fla-Bewaffnung: eine zusätzliche 2 cm-Vierlingslafette C 38

Ab 01.45 Einsatz in der Ostsee

29.01.1945 Minentreffer nördl. Swinemünde, bei Abschleppversuch durch Bojenleger Main auf Wrack gelaufen und gekentert (64 Tote)

Flottenbegleiter F 6 Königin Luise

Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 06.09.34
Stapellauf: 01.10.35
Indienststellung: 25.06.36

Kommandanten:
05.36 - 09.37 KLt. Alfred Schumann
09.37 - 10.38 KLt. Bonitz
10.38 - 09.39 (Umbau)
09.39 - 06.40 KLt. von Quednow
06.40 - 10.40 i.V. Lt.z.S. Lüdicke
10.40 - 11.40 KLt. von Quednow
11.40 - 03.41 KLt. Brodda
03.41 - 10.41 Offiziere d.Stabes 4.Sicherungsdivision
10.41 - 12.42 OLt.z.S. Erich Peters
01.43 - 03.43 OLt.z.S. Knobel
03.43 - 10.43 OLt.z.S.d.R. Jesse

F 6 gehörte zunächst als Führerboot zur 1.Geleitflottille (Kiel)

03.11.38 - 21.09.39 Umbau bei der Schichau-Werft Königsberg zum Flottentender
15.04.39 Umbenennung in Königin Luise (Benannt nach dem Hilfsminenleger aus dem I.Weltkrieg)

20.9.39 als Führerboot des Führers der Minensuchboote in Dienst gestellt
Nach Probefahrten stieg am 7.10. der F.d.M. Ost, Kommodore Ruge, ein, der später F.d.M. West wurde.

09.04.40 Teilnahme an der Operation Weserübung im Rahmen der Kriegsschiffgruppe 10 (Esbjerg, Nordby/Dänemark)
25.04.40 Rückkehr nach Cuxhaven

bis zum 2.9.40 Werftüberholung, dann Verlegung nach Rotterdam (Operation Seelöwe) und schließlich ab dem 22.12.40 an die französische Atlantikküste.
01.02.41 Königin Luise wird Führerboot der 4.Sicherungsdivision unter FKpt.d.R. Lautenschlager.

07.41 - 04.42 Werftliegezeiten in Kiel
Einsatz bei der 4.Räumboot-Flottille im Westen
ab 09.42 Einsatz an der franz. Westküste
01.01.43 zur 6.Vorpostenflottille (in der A-Gruppe)
16.04.43 - 06.42 Quarantäne wegen Typhus-Epidemie
07.09.42 Ausfall wegen technischer Defekte
05.10.43 wegen der hohen Reparaturanfälligkeit Außerdienststellung in Nantes, später Zurückverlegung nach Wilhelmshaven

30.03.45 nach brit. Bombentreffern in Wilhelmshaven gesunken
nach dem Krieg gehoben und abgewrackt

Flottenbegleiter F 7

Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 10.01.35
Stapellauf: 25.05.36
Indienststellung: 15.02.37

Kommandanten:
02.37 - ? Olt.z.S. Hans-Werner Neumann

F 7 gehörte zur 2.Geleitflottille (Kiel, später Cuxhaven), dann zur Geleitflottille

17.06.39 F 7 rammte auf der Reede von Wilhelmshaven den Zerstörer Z 4 Richard Beitzen. Am Heck des Zerstörers entstanden schwere Schäden am Heckspiegel

01.04.40 - 22.05.40 Umbau zum Torpedofangboot
05.40 - 06.44 Einsatz bei der 25.U-Boot-Flottille
06.44 zur 7.Minensuchflottille (mit verstärkter Flak-Bewaffnung) -> Geleit- und Sicherungsaufgaben

15.01.46 sowjetische Beute
18.01.46 Überführung nach Swinemünde
26.02.46 als Buran bei der Baltischen Flotte in Dienst
07.05.51 als Depotschiff Dubna (Kennung B-225) in Dienst
30.09.56 gestrichen
1957 als Zielschiff V 225 verwendet
1957/58 in Ventspils abgebrochen

Offiziere:
10.39 - 03.40 Adolf Graef als I.WO (06.42 - 08.43 Kdt. U 664)

Flottenbegleiter F 8

Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg
Auftragsvergabe: 17.05.34
Kiellegung: 29.01.35
Stapellauf: 27.07.36
Indienststellung: 08.04.37

Kommandanten:
04.37 - ? KLt. Peter Reichmann

F 8 gehörte zur 2.Geleitflottille (Kiel, später Cuxhaven), dann zur zusammengelegten Geleitflottille.

Einsatz in der Ostsee
01.04.40 - 22.05.40 Umbau zum Torpedofangboot
Einsatz bei der 25.U-Boot-Flottille (zwischenzeitlich im Mai 40 kurze Zeit in Oslo)

23.12.45 brit. Beute
1950 in den Niederlanden abgewrackt

Offiziere:
12.39 - 03.40 Wolfgang Glaser II.WO (03.44- 04.02.45 Kdt. U 1014 +)

Flottenbegleiter F 9

Bauwerft: Kriegsmarinewerft, Wilhelmshaven
Auftragsvergabe: 24.08.34
Kiellegung: 12.11.34
Stapellauf: 11.05.36
Indienststellung: 21.08.37

Kommandanten:
08.37 - ? KLt. Paul Morgenstern

F 9 gehörte zunächst zur 1.Geleitflottille (Kiel), die später in Cuxhaven mit der 2.Geleitflottille zusammengelegt wurde.

bis zum 06.09.39 Einsatz in der Ostsee, dann nach Helgoland verlegt

14.12.1939 nach Torpedotreffer durch das brit. U-Boot Ursula vor Helgoland gesunken. Die Torpedos wurden auf den Leichten Kreuzer Leipzig abgefeuert, der jedoch ausweichen konnte. Dadurch wurde F 9 im Kessel- und Wasserbombenbereich getroffen und sank sofort (120 Gefallene).

Flottenbegleiter F 10

Bauwerft: Kriegsmarinewerft, Wilhelmshaven
Auftragsvergabe: 24.08.34
Kiellegung: 12.11.34
Stapellauf: 11.05.36
Indienststellung: 12.03.38

Kommandanten:
08.38 - ? KLt. Hermann Knuth

F 10 gehörte zunächst zur 1.Geleitflottille (Kiel), bis diese dann in Cuxhaven mit der 2.Geleitflottille zusammengelegt wurde.

17.05.40 - 22.10.40 Umbau bei den Stettiner Oderwerken zum Torpedofangboot
Einsatz hauptsächlich in der Ostsee, ab 1944 im Geleit- und Sicherungsdienst
Juni 44 Sicherung der Prinz Eugen bei der Operation gegen die Aaland-Inseln
ab Januar 45 nicht mehr einsatzbereit (in Frederikshavn liegend)

21.12.45 Großbritannien als Beute zugesprochen
1950 in den Niederlanden abgewrackt

 

Wer mehr über die Flottenbegleiter / Geleitboote erfahren möchte, sollte sich folgendes Buch zulegen:
Breyer, Siegfried: Flottentorpedoboote und Flottenbegleiter, Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim

   

Weiterführende Literatur:

Breyer, Siegfried: Flottentorpedoboote und Flottenbegleiter, Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim (Hauptquelle)

Gröner, Erich: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und ihr Verbelib 1939-1945, J.F.Lehmanns Verlag München, 1976

Hildebrand, Hans H. / Röhr, Albert / Steinmetz, Hans-Otto: Die deutschen Kriegsschiffe, 10 Bände, Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg

Mallmann-Showell, J.P.: Das Buch der deutschen Kriegsmarine 1939 - 1945, Motorbuch Verlag Stuttgart, 1982

 

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