| www.deutsche-kriegsschiffe.de | Letzte Änderung: 26.12.2008 |
| Panzerschiff
Admiral Graf Spee |
Die Admiral Graf Spee war nach der Deutschland und der Admiral Scheer das dritte und letzte der neuen Panzerschiffe. Es diente zunächst als Flottenflaggschiff und war während des Spanischen Bürgerkrieges im Mittelmeer im Rahmen der internationalen Seeüberwachung im Einsatz. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war die Admiral Graf Spee im Atlantik unterwegs, um die alliierte Handelsschifffahrt zu stören. Nach erfolgreichem Kaperkrieg traf das Schiff am 13.12.39 auf eine Kampfgruppe, bestehend aus drei Kreuzern. Alle vier Schiffe trugen in der Seeschlacht Schäden davon. Insgesamt fielen 108 Soldaten. Nach einer kurzen Liegezeit in Montevideo befahl der Kommandant der Admiral Graf Spee, Kapitän zur See Hans Langsdorff, die Selbstversenkung in der La Plata-Mündung. Ein Durchbruch in die Heimat erschien ihm angesichts der knappen Munitionsvorräte und der erlittenen Schäden als kaum möglich. Zudem sah er sich überlegenen feindlichen Seestreitkräften gegenüber. Er selber überlebte sein Schiff nur um wenige Tage. Am 20.12. wählte er den Freitod.
| Namensherkunft:
Das Panzerschiff wurde nach Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee benannt, der bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges den Befehl über das deutsche Ostasiengeschwader inne hatte. Graf von Spee wurde am
22.06.1861 in Kopenhagen geboren und siegte am 1.11.1914 an der Westküste
Südamerikas bei Coronel über ein
britisches Kreuzergeschwader. Die Panzerkreuzer Good Hope und Monmouth
wurden dabei versenkt. |
Die technischen Daten
| Bauauftrag | 23.08.1932 |
| Kiellegung | 01.10.1932 |
| Stapellauf | 30.06.1934 |
| Indienststellung | 06.01.1936 |
| Typschiff | Deutschland |
| Bauwerft | Reichsmarinewerft Wilhelmshaven |
| Länge (ü.A. / KWL) | 188 m / 181,7 m |
| Breite | 21,65 m |
| Tiefgang | 7,34 m |
| Tonnage (Typ/Max.) | 12.340 ts / 16.320 ts |
| Maschinenanlage | MAN-Dieselmotoren |
| Leistung | 54.000 PS |
| Geschwindigkeit | 28,5 kn |
| Fahrbereich | 8.900 sm bei 20 kn |
| Panzerung | Türme, Stirnwand 140 mm Türme, Decke 90 - 105 mm Türme, Seiten 75-85 mm Türme, Rückwand 170 mm 15-cm-Türme, Schutzschild 10 mm Panzerquerschott 100 mm Splitterlängsschott 40 mm Torpedoschott 40 mm Panzerdeck bis 40 mm vorderer Kommandostand, Decke 50 mm vorderer Kommandostand, Seiten 150 mm Bereich Zitadelle 50 - 80 mm |
| Bewaffnung | 6 x 28 cm-SK L/52 C 28 in Drillingstürmen 8 x 15,0 cm-SK L/55 C 28 6 x 10,5 cm-Flak L/65 C 33 in Doppellafette 8 x 3,7 cm-Flak L/83 C 30 in Doppellafette 12 x 2,0 cm-Flak 8 x 53,3 cm-Torpedorohre in Vierersätzen 2 Arado Ar 196 - Bordflugzeuge |
| Besatzung | 951 bis 1.150 Mann (davon 30 Offiziere) |
| Kommandanten | 06.01.36 - 01.10.37 Kpt.z.S. Conrad Patzig 02.10.37 - 31.10.38 Kpt.z.S. Walter Warzecha 01.11.38 - 17.12.39 Kpt.z.S. Hans Langsdorff |
| Verbleib | 17.12.39 Selbstversenkung Rio de la Plata |
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Die Besatzung Allgemeines: Die Besatzungsstärke wechselte während der Dienstzeit des
Schiffes.
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Die Offiziere im Herbst 1939 I.Offizier: I.Artillerie-Offizier: KKpt. Paul Ascher II.Artillerie-Offizier Leitender Ingenieur: ferner:
(I.O. und I.AO erhalten am 05.12.39 das E.K. I und werden befördert)
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Die Gefallenen: 26.08.39: 1 Mann wird über Bord gespült 13.12.39: 36 Tote, 59 oder 60 Verwundete bei Gefecht
20.12.39: Freitod des Kommandanten
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Die Einsatzgeschichte
Chronik
23.08.32 Bauauftrag an die Reichsmarinewerft Wilhelmshaven
01.10.32 Kiellegung
30.06.34 Stapellauf
06.01.36 Indienststellung durch Kpt.z.S. Konrad
Patzig
Die Baukosten betrugen 82 Millionen Reichsmark
02.10.37 Kpt.z.S. Walter Warzecha wird Kommandant
01.11.38 Kpt.z.S. Hans Langsdorff wird Kommandant
30.09.39 Der brit. Dampfer Clement (5.051 BRT) wird versenkt
05.10.39 Der brit. Dampfer Newton Beach (4.600 BRT) wird als Prise genommen und am 8.10. versenkt
07.10.39 Der brit. Dampfer Ashlea (4.222 BRT) wird versenkt.
10.10.39 Der brit. Dampfer Huntsman (8.300 BRT) wird auf 08°13' S / 08°28' W gekapert und am 17.10. versenkt
22.10.39 Der brit. Dampfer Trevanion (5.321 BRT) wird versenkt
15.11.39 Der brit. Tanker Africa Shell (706 BRT) wird im Indischen Ozean versenkt
02.12.39 Der brit. Dampfer Doric Star (10.100 BRT) wird auf 19°15' S / 05°05' O versenkt
03.12.39 Der brit. Dampfer Tairoa (7.983 BRT) wird auf 21°38' S / 03°13' W versenkt
05.12.39 Der I.Offizier und der I.AO erhalten das E.K. I und werden befördert
07.12.39 Der brit. Dampfer Streonshall (3.895 BRT) wird auf 25°00' S / 27°50' W versenkt
13.12.39 Seegefecht mit den drei Kreuzern Exeter, Achilles und Ajax
Einlaufen in Montevideo
17.12.39 Selbstversenkung der Admiral Graf Spee und Internierung der Besatzung in Argentinien
20.12.39 Freitod des Kommandanten
Februar 2004 Beginn der Hebung des Wracks
Versenkungserfolge
| Datum | Ort | Name | Nation / Typ |
BRT |
Bemerkungen |
| 30.09.39 | Clement | brit. Dampfer | 5.051 BRT | versenkt | |
| 05.10.39 | Newton Beach | brit. Dampfer | 4.600 BRT | Prise, 8.10. versenkt | |
| 07.10.39 | Ashlea | brit. Dampfer | 4.222 BRT | versenkt | |
| 10.10.39 | 08°13' S / 08°28' W | Huntsman | brit. Dampfer | 8.300 BRT | Prise, 17.10. versenkt |
| 22.10.39 | Trevanion | brit. Dampfer | 5.321 BRT | versenkt | |
| 15.11.39 | Africa Shell | brit. Tanker | 706 BRT | versenkt | |
| 02.12.39 | 19°15' S / 05°05' O | Doric Star | brit. Dampfer | 10.100 BRT | versenkt |
| 03.12.39 | 21°38' S / 03°13' W | Tairoa | brit. Dampfer | 7.983 BRT | versenkt |
| 07.12.39 | 25°00' S / 27°50' W | Streonshall | brit. Dampfer | 3.895 BRT | versenkt |
Insgesamt 9 Handelsschiffe mit 50.178 BRT
Anmerkung: In der Literatur sind unterschiedliche Tonnageangaben zu finden. Sie schwanken zwischen 55.430 und 49.921 BRT. Diese Angaben stammen aus dem Buch von F.W. Rasenack.
Gegenüberstellung der Gegner am 13.12.39
| Admiral Graf Spee | Exeter | Achilles | Ajax | |
| Panzerschiff | Schwerer Kreuzer | Leichter Kreuzer | Leichter Kreuzer | |
| Tonnage | 12.100 | 8.390 | 7.030 | 6.985 |
| Geschw. | 28 kn | 32,2 kn | 32,5 kn | 32,5 kn |
| Artillerie | 6 x 28 cm 8 x 15 cm 6 x 10,5 cm |
6 x 20,3 cm 8 x 10,2 cm |
8 x 15,2 cm 8 x 10,2 cm |
8 x 15,2 cm 8 x 10,2 cm |
Torpedowaffe |
8 Torpedorohre | 6 Torpedorohre | 8 Torpedorohre | 8 Torpedorohre |
| Besatzung | 1.150 | 650 | 550 | 550 |
| Tote Verwundete |
36 60 |
61 23 |
4 0 |
7 5 |
Schadensliste Admiral Graf Spee (Treffer am 13.12.39)
III.Backbordgeschütz 15 cm
Stb. Fockmastgerät
Vorderer Fla-Leitstand
Vordere 15 -cm Munitionsaufzüge
I.Flak-Geschütz
rechtes Rohr II.Flak-Geschütz
Vormars E-Meßgerät
Alle Maschinenwaffen
elektr. Antrieb Vormarsdrehhaube
Frischwassererzeuger
Ölreinigungsanlage
Schornsteinunterbau
Bericht eines Gast-Autors:
Die Fahrt der Admiral Graf Spee
13.12.39 Die Schlacht vor dem Rio de la Plata
17.12.39 Die Selbstversenkung der Admiral Graf Spee
von Mario Golze
Ende 1939 kam es im Südatlantik zu einem bedeutsamen
Seegefecht zwischen dem Panzerschiff Admiral Graf Spee
unter Kommandant Kapitän zur See Hans Langsdorff und einem
britischen Kreuzerverband unter Kommodore Henry H. Harwood.
Aufgrund des Versailler Vertrages von 1919 war der deutschen
Marine nur der Besitz von acht veralteten Linienschiffen erlaubt.
Jedoch durften diese nach einer Dienstzeit von 20 Jahren durch
Neubauten ersetzt werden, die jedoch eine Höchstgrenze von
10.000 t nicht überschreiten durften. Bereits kurz nach dem
Krieg begannen die ersten Entwurfsarbeiten für diese
Ersatzbauten, die jedoch nicht befriedigend ausfielen. Aufgrund
der geringen Größe musste entweder an der Bewaffnung, an der
Panzerung oder am Antrieb gespart werden. Dadurch waren diese
Schiffe jedem denkbaren Gegner unterlegen.
Erst nachdem Mitte der zwanziger Jahre durch den Einbau eines Dieselantriebs eine bedeutende Erhöhung der Fahrstrecke möglich wurde, entschied man sich für einen schnellen und stark bewaffneten Typ, der allen stärkeren Schiffen entkommen konnte und allen schnelleren Schiffen artilleristisch überlegen war. Daraufhin wurde 1929 das Panzerschiff Deutschland (Ersatz Preußen), 1931 die Admiral Scheer ( Ersatz Lothringen) und 1932 die Admiral Graf Spee (Ersatz Braunschweig) in Auftrag gegeben. Alle drei besaßen als Hauptbewaffnung sechs 28 cm Geschütze in zwei Drillingstürmen und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von über 28 Knoten. Damit gab es auf der ganzen Welt nur drei Schiffen die Ihnen gefährlich werden konnten, der britischen Schlachtkreuzer Hood (acht 38,1 cm Geschütze, 31 Knoten) und die britischen Schlachtkreuzer Renown und Repulse (sechs 38,1 cm Geschütze, 30 Knoten). Die vier japanischen Schlachtkreuzer der Kongo-Klasse wurden als Gegner nicht in Betracht gezogen. Im Ausland wurden die Panzerschiffe zunächst spöttisch Pocketbattleship (Westentaschenschlachtschiff ) genannt.
Am 21.August 1939, noch vor Kriegsausbruch, lief die Admiral Graf Spee aus Wilhelmshaven mit Kurs Südatlantik aus, um dort auf Warteposition zu gehen. Erst am 26. September erfolgte die Freigabe der Operationen an die Graf Spee und die Deutschland, die im Nordatlantik operierte. Vom 30.September bis zum 7.Dezember 1939 gelang es der Graf Spee, insgesamt acht Schiffe mit einer Gesamttonnage von 50.171 BRT zu versenken. Da es trotz der Täuschungsmaßnahmen der Graf Spee einigen Schiffen noch gelungen war, einen Notruf per Funk abzusetzen, war die britische Admiralität über die Anwesenheit eines Handelsstörers im Südatlantik informiert. Zur Suche wurden acht Gruppen mit insgesamt vier Schlachtschiffen, fünf Flugzeugträgern, zehn Schweren und fünf Leichten Kreuzern eingesetzt. Die Graf Spee änderte jedoch nach jedem Versenkungserfolg ihr Operationsgebiet und entkam dadurch jedes Mal ihren Verfolgern.
Eine dieser Gruppen, die Force G, die vor der südamerikanischen Ostküste operierte, bestand aus dem britischen Schweren Kreuzer Exeter (Captain Bell), dem britischen Leichten Kreuzer Ajax (Captain Woodhouse ) und dem neuseeländischen Leichten Kreuzer Achilles (Captain Parry ). Der Schwere Kreuzer Cumberland, der ebenfalls zu dieser Kampfgruppe gehörte, befand sich gerade zu Reparaturarbeiten im Stützpunkt auf den Falklandinseln. Nach der Versenkung des englischen Handelsschiffes Steonshalth am 07. Dezember erwartete der Flottillenchef (Kommodore Harwood), daß das unbekannte Panzerschiff entweder zurück in die Heimat oder in das einzige Gebiet laufen würde, in welchem es noch nicht erschienen war. Und genau das war die Absicht des deutschen Kommandanten.
Am Morgen des 13.Dezembers 1939 um 06.08 Uhr, die Force G lief gerade mit Nordostkurs parallel zur Küste, meldete die Ajax eine Rauchfahne in Nordost. Daraufhin erhielt die Exeter den Befehl zur Aufklärung und meldet wenig später " I think is it a Pocketbattleship". Mit wehenden Gefechtsflaggen lief sie dem Gegner mit 28 Knoten entgegen. Die beiden Leichten Kreuzer blieben dagegen auf Nordostkurs, um die Graf Spee von Osten anzugreifen und damit zur Feuerverteilung zu zwingen. Um 06.17 eröffnete das deutsche Schiff das Feuer auf die Exeter. Um 06.20 begann die Exeter mit ihren sechs 20,3 cm Geschützen zu feuern, vier Minuten später die beiden leichten Kreuzer mit ihren 15,3 cm Geschützen. Als Kapitän Langsdorff die Absicht des Gegners erkannte, ihn von zwei Seiten anzugreifen, ließ er sein Schiff nach Westen wenden, um nicht in die Falle zu gehen. Er musste nun aber alle drei Angreifer beschießen. Die Exeter hatte inzwischen mehrere schwere Treffer erhalten, so daß nur noch der achtere Geschützturm einsatzfähig war. Auch der Kommandostand war getroffen worden. Bevor Captain Bell, der Kommandant der Exeter, um 06.40 nach Süden abdrehen ließ, feuerte er noch eine Torpedosalve aus 7.000 m auf den Gegner, die jedoch keine Wirkung erzielte. Um 06.50 begann Sie jedoch wieder aus ihrem achteren Geschützturm zu feuern. Die Absicht der Deutschen, um 07.16 die Exeter zu verfolgen und endgültig zu vernichten, konnten die Leichten Kreuzer mit mutigen Angriffen zunichte machen, obwohl sie mit ihren kleinen Geschützen der Panzerung der Graf Spee nicht viel anhaben konnten. Dabei erhielten auch sie einige schwere Treffer, blieben jedoch kampffähig. Um 07.40 sah sich Kommodore Harwood gezwungen, die Verfolgung abzubrechen und seine Schiffe in Sicherheit zu bringen. Da der deutsche Kommandant die Verfolgung aber nicht aufnahm, drehte er wenig später wieder auf Gegenkurs, um die Graf Spee außerhalb der Reichweite ihrer Geschütze zu verfolgen.
Die Schlacht war zu Ende. Der schwere Kreuzer Exeter war nur noch ein Wrack. Mit schwerer Schlagseite erreichte er aber die Falklandinseln. Die beiden Leichten Kreuzer waren nicht ganz so schwer beschädigt, aber sie allein hatten gegen die Graf Spee keine Chance. Das deutsche Panzerschiff war zwar nur leicht beschädigt, aber durch einen Treffer in der Back war das Schiff für den Durchbruch in die Heimat nur noch eingeschränkt seefähig. Außerdem war ein großer Teil der Munition verschossen worden und die Versorgung der Besatzung aufgrund eines Treffers in der Kombüse unmöglich geworden. Bei den Deutschen waren 36 Mann gefallen und 60 Mann zum Teil schwer verwundet. Kapitän Langsdorff entschied, den neutralen Hafen Montevideo in Uruguay anzulaufen, um das Schiff wieder seetüchtig und kampfbereit zu machen. Seine Gegner verfolgten ihn bis dorthin.
Obwohl für die Reparatur des Schiffes mindestens vierzehn Tage veranschlagt wurden, teilte die uruguayische Regierung dem deutschen Kommandanten mit, daß er nach Internationalem Recht den neutralen Hafen innerhalb von 24 Stunden zu verlassen habe. Andernfalls würde sein Schiff mitsamt der Besatzung für die Dauer des Krieges interniert werden. Die deutsche Gesandtschaft erreichte noch einen Aufschub auf 72 Stunden. Auch die Briten nutzten die Zeit, um ihre Kräfte zu verstärken. Der Schwere Kreuzer Cumberland traf am Abend des 14.Dezembers vor Montevideo ein. Durch eine List gelang es den Briten, das Auslaufen weiter zu verzögern. Alle 12 Stunden verließ ein Handelsschiff den Hafen. Nach internationalem Recht muß ein Kriegsschiff einem Handelschiff einer verfeindeten Nation 24 Stunden Vorsprung geben, bevor es den Hafen verlassen kann.
In der Annahme, daß ein Durchbruch aussichtslos wäre, (den
Briten gelang es, die Anwesenheit von weiteren Kriegsschiffen,
u.a. der Ark Royal und der Renown
vorzutäuschen) beschloss Kapitän Langsdorff, sein Schiff in
internationalen Gewässern selber zu versenken, nachdem die
gesamte Besatzung auf die Tacoma, einem
deutschen Handelsschiff, gebracht wurde.
Am 17. Dezember um 17.52 Uhr verließ die Admiral Graf
Spee den Hafen zu ihrer letzten kurzen Fahrt. Genau
um 19.55 Uhr erschütterten gewaltige Explosionen das Schiff und
es verschwand wenig später brennend in den Fluten der la Plata
Mündung.
Ihr Kommandant Kapitän Hans Langsdorff erschoß sich am
darauffolgendem Morgen in Buenos Aires, nachdem er seine
Mannschaft in Sicherheit gebracht hatte. Er war ein
hervorragender Seeoffizier, der das Leben aller
Besatzungsangehöriger der von ihm versenkten Handelsschiffe
geschont hatte. Keiner seiner ehemaligen Gefangenen hatte jemals
Grund, sich über ihn zu beklagen. Freund und Feind zollten ihm
allerhöchsten Respekt. Sein Entschluss zur Selbstversenkung
seines Schiffes rettete hunderte Menschenleben.
Literatur:
Koop, Gerhard / Schmolke, Klaus-Peter: Die Panzerschiffe der Deutschland-Klasse, Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1993
Gröner, Erich: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und ihr Verbleib 1939-1945, J.F.Lehmanns Verlag München, 1976
Hildebrand, Hans H. / Röhr, Albert / Steinmetz, Hans-Otto: Die deutschen Kriegsschiffe, 10 Bände, Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg
Jordan, John: Battleships ans Battlecruisers, Salamander Books Ltd., London 1985
Powell, Michael: Die Schicksalsfahrt der Graf Spee, Stuttgarter Hausbücherei, 1959
Rasenack, F.W.: Panzerschiff Admiral Graf Spee, Heyne Verlag, München 1982